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4.000 Euro für jedes Baby?

Börsenchef Leithner fordert einen kräftigen Zuschuss zur Geburt und will damit die Frühstart-Rente ausbauen.

4.000 Euro für jedes Neugeborene. Direkt in ein Depot für die spätere Rente. Was wie eine ferne Utopie klingt, ist eine handfeste Forderung aus der Finanzwelt. Sie hat das Potenzial, die Altersvorsorge für unsere Kinder von Grund auf zu verändern.

Der Turbo für die Frühstart-Rente

Der Chef der Frankfurter Börse, Thomas Leithner, hat diesen Stein ins Wasser geworfen. Laut einem Bericht im Handelsblatt vom 22. April 2026 lobt er die bereits existierende Frühstart-Rente. Du weißt schon: das Modell, bei dem Kinder ab 6 Jahren 10 Euro monatlich vom Staat in ein Depot bekommen. Leithner ist das aber nicht genug. Er argumentiert, wir müssten direkt bei der Geburt ansetzen. Nur so lässt sich die volle Kraft des Zinseszinseffekts über Jahrzehnte entfesseln.

Was 4.000 Euro zum Start ausmachen

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied deutlich. Legst du die vorgeschlagenen 4.000 Euro bei Geburt an, können daraus bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent pro Jahr bis zum 18. Geburtstag bereits rund 11.400 Euro werden. Und das ohne weitere Einzahlungen. Zum Vergleich: Das aktuelle Modell mit 10 Euro pro Monat ab dem 6. Lebensjahr würde im selben Zeitraum und bei gleicher Rendite nur ein Kapital von etwa 2.100 Euro aufbauen. Der frühe Start ist der entscheidende Hebel.

Nur eine Idee oder bald Gesetz?

Leithners Vorstoß erfolgt mitten in der hitzigen Debatte um die Zukunft der Rente. Eine Rentenkommission soll bald neue Reformvorschläge vorlegen. Der Börsenchef sieht das aktuelle System kritisch und fordert mehr Kapitalmarkt-Anteil für eine stabile Altersvorsorge. Doch sei ehrlich zu dir: Leithners Idee ist bisher genau das – eine Idee. Sie ist ein starkes Signal aus der Privatwirtschaft, aber von einer Umsetzung durch die Regierung sind wir weit entfernt. Das Bundesfinanzministerium (BMF) verweist auf seiner Webseite allgemein auf die umgesetzte Reform, ohne diesen Vorschlag zu kommentieren. Du solltest also nicht auf den großen Wurf warten, sondern die heutigen Möglichkeiten für dein Kind aktiv nutzen.

Handelsblatt: Leithners Forderung

BMF zur Altersvorsorge (Allgemein)