ETF-Sparplan: Der Klassiker, mit dem Familien planbar Vermögen aufbauen
Wie ein monatlicher Indexfonds-Sparplan funktioniert – und warum er für Kinderdepots fast immer die beste Wahl ist
Ein ETF-Sparplan ist im Kern eine simple Daueranweisung: An einem festen Tag im Monat wird ein vorher festgelegter Betrag automatisch in einen börsengehandelten Indexfonds investiert. Statt selbst einzelne Aktien auszuwählen, kauft der Sparer einen Korb aus mehreren hundert oder tausend Unternehmen gleichzeitig – breit gestreut, kostengünstig und ohne aktives Eingreifen.
Was ist ein ETF überhaupt?
Die Abkürzung steht für "Exchange Traded Fund" – ein an der Börse handelbarer Fonds, der einen bestimmten Index nachbildet. Der MSCI World etwa enthält rund 1.500 große Unternehmen aus 23 Industrieländern, der FTSE All-World sogar etwa 4.300 Firmen aus Industrie- und Schwellenländern. Wer einen solchen ETF kauft, wird automatisch Miteigentümer all dieser Unternehmen – von Apple und Microsoft über Nestlé bis hin zu Toyota.
Anders als bei aktiv gemanagten Fonds gibt es keinen Fondsmanager, der teuer bezahlt werden muss. Die laufenden Kosten – ausgedrückt als TER (Total Expense Ratio) – liegen bei guten Welt-ETFs bei 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr. Das ist bis zu zehnmal günstiger als bei klassischen Investmentfonds.
Der ETF-Sparplan ist das beste Werkzeug, das die Finanzbranche je für Privatanleger entwickelt hat – einfach, transparent und über lange Zeiträume nahezu unschlagbar.
Der Cost-Average-Effekt
Wer monatlich einen festen Betrag investiert, kauft automatisch mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch sind. Über Jahre hinweg ergibt sich daraus ein Durchschnittspreis, der oft günstiger ausfällt, als wenn man versucht hätte, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu treffen. Dieser Effekt nimmt einem Sparer die schwierige Entscheidung ab, "wann er einsteigen soll" – die Antwort ist immer: jetzt und kontinuierlich.
Konkrete Renditebeispiele
50 Euro monatlich über 18 Jahre bei durchschnittlich 7 Prozent Rendite ergeben rund 21.500 Euro – bei eingezahlten 10.800 Euro. Wer 100 Euro monatlich spart, kommt auf etwa 43.000 Euro. Die Verdoppelung des eingesetzten Kapitals entsteht praktisch ausschließlich durch den Zinseszinseffekt.
Welcher ETF ist der richtige?
Für die langfristige Anlage im Juniordepot empfehlen unabhängige Finanzexperten in der Regel einen breit gestreuten, thesaurierenden Welt-ETF. Thesaurierend bedeutet, dass Dividenden automatisch wieder angelegt werden – ideal für den Zinseszinseffekt. Beliebte Standardprodukte sind der MSCI World, der FTSE All-World oder der MSCI ACWI.
Was du jetzt tun kannst
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