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Die besten Juniordepots für die Frühstart-Rente 2026 im Vergleich

Die Frühstart-Rente kommt 2027 – starte jetzt schon mit einem Juniordepot. Wir vergleichen die 6 besten Anbieter für Dein Kind, mit klaren Empfehlungen und Rechenbeispielen.

Auf einen Blick: Die Frühstart-Rente startet 2027 – wer jetzt schon ein Juniordepot eröffnet, gewinnt entscheidende Jahre Zinseszins. Unsere sechs Top-Anbieter sind alle BaFin-reguliert, bieten kostenlose ETF-Sparpläne und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nahtlos in die Frühstart-Rente integrierbar sein.

Die Frühstart-Rente ist beschlossene Sache: Das Bundeskabinett hat am 17. Dezember 2025 die Eckpunkte verabschiedet, der Bundestag hat das Gesetz am 26. Februar 2026 in erster Lesung beraten. Ab 2027 zahlt der Staat monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot für jedes Kind ab sechs Jahren ein. Doch eine Wahrheit wird dabei oft übersehen: Wer erst ab 2027 startet, verschenkt bares Geld. Denn die eigentliche Power der Altersvorsorge für Kinder liegt nicht in den staatlichen 10 Euro, sondern im Zinseszinseffekt über Jahrzehnte. Und der beginnt nicht 2027 – sondern jetzt, mit einem Juniordepot.

In diesem Ratgeber zeigen wir Dir, welche sechs Juniordepots in Deutschland 2026 wirklich überzeugen, warum ein früher Start Deinem Kind im besten Fall sechsstellige Beträge mehr bringen kann und wie Du Dich optimal auf den Übergang zur Frühstart-Rente 2027 vorbereitest.

Warum jetzt schon mit einem Juniordepot starten?

Die Frühstart-Rente wird voraussichtlich erst 2027 technisch umsetzbar sein – dann sollen die ersten offiziellen Altersvorsorgedepots eröffnet werden können. Kinder des Jahrgangs 2020 erhalten die staatlichen Zahlungen rückwirkend zum 1. Januar 2026, ältere Jahrgänge werden ab 2029 schrittweise einbezogen. Für alle anderen Familien gilt: Bis der eigene Jahrgang an der Reihe ist, können Jahre vergehen.

Das klingt auf den ersten Blick nicht dramatisch, ist aber finanziell ein entscheidender Unterschied. Ein Beispiel: Wer heute für ein zweijähriges Kind einen ETF-Sparplan mit 30 Euro pro Monat startet, hat bis zum Renteneintritt des Kindes (angenommen mit 67 Jahren) bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent pro Jahr etwa 320.000 Euro angespart. Wartet dieselbe Familie fünf Jahre, bis das Kind sieben ist und die offizielle Frühstart-Rente verfügbar wäre, schrumpft das Endkapital bei sonst gleichen Bedingungen auf etwa 235.000 Euro. Fünf verlorene Jahre kosten dieses Kind rund 85.000 Euro.

Genau deshalb empfehlen praktisch alle großen Verbraucherschützer und Finanzratgeber, unabhängig von der Frühstart-Rente ein Juniordepot so früh wie möglich aufzusetzen. Die gute Nachricht: Die Anbieter werden ihre bestehenden Juniordepots mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Frühstart-Rente-kompatibel zertifizieren lassen. Und selbst wenn nicht: Das Eckpunktepapier der Bundesregierung sieht explizit einen kostengünstigen Anbieterwechsel vor.

Die sechs besten Juniordepots im direkten Vergleich

Wir haben die sechs Anbieter ausgewählt, die 2026 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, eine solide Finanzaufsicht mitbringen und sich voraussichtlich nahtlos in die Frühstart-Rente integrieren lassen werden. Alle sechs verzichten auf Depotführungsgebühren, erlauben kostenlose ETF-Sparpläne und bieten eine vollständig digitale Depoteröffnung.

1. Scalable Capital Kinderdepot – Testsieger

Scalable Capital ist der größte digitale Vermögensverwalter Europas und bietet mit seinem Kinderdepot das aktuell stärkste Gesamtpaket. Die Depotführung ist kostenlos, ETF-Sparpläne werden ohne Ausführungsgebühr durchgeführt, und Du kannst bereits ab einem Euro monatlich investieren.

Besonders erwähnenswert ist die sogenannte Pocket-Money-Funktion: Bei Hunderten ausgewählten ETFs von iShares und Xtrackers erstattet Scalable die laufenden Fondskosten (TER) direkt ins Depot. Das kann über 18 Jahre mehrere hundert Euro zusätzliche Rendite ausmachen. Zusätzlich verzinst Scalable ungenutztes Guthaben auf dem Verrechnungskonto aktuell mit 2,5 Prozent pro Jahr.

Die Eröffnung läuft vollständig digital über den Upload der Geburtsurkunde. Beide Elternteile müssen jeweils ein Scalable-Depot für Erwachsene besitzen – eine Besonderheit, die für Alleinerziehende mit alleinigem Sorgerecht aber ebenfalls möglich ist.

Stärken Scalable: Mindestsparrate ab 1 Euro · über 2.800 ETFs kostenlos besparbar · TER-Erstattung bei ausgewählten ETFs · 2,5 Prozent Zinsen auf Verrechnungskonto · sehr intuitive App. Für wen geeignet: Familien, die maximale Flexibilität bei minimalen Kosten wollen und die App-basierte Verwaltung bevorzugen.

2. Trade Republic Kinderdepot – Beste App-Experience

Trade Republic hat mit seinem Kinderdepot die simpelste und modernste Benutzeroberfläche am Markt. Depotführung kostenlos, ETF-Sparpläne kostenlos, Einzelkäufe pauschal 1 Euro, Mindestsparrate 1 Euro. Besonders hervorzuheben ist das sogenannte Trade-Republic-Kindergeld: Bei ausgewählten Vanguard-ETFs werden die monatlichen Fondskosten erstattet und automatisch reinvestiert – und zwar bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Über 12 Jahre summiert sich das zu einem spürbaren Renditeplus.

Auf nicht investiertes Guthaben zahlt Trade Republic aktuell 2,0 Prozent Zinsen pro Jahr. Die Eröffnung läuft komplett über die App – beide Elternteile benötigen ein eigenes Trade-Republic-Konto.

Stärken Trade Republic: Mindestsparrate ab 1 Euro · alle ETF-Sparpläne gebührenfrei · Trade-Republic-Kindergeld bei Vanguard-ETFs · 2,0 Prozent Zinsen auf Verrechnungskonto · BaFin-regulierte Vollbank. Für wen geeignet: Jüngere Eltern, die Finanzen primär mobil verwalten und Wert auf eine moderne, minimalistische Bedienung legen.

3. Consorsbank Junior Depot – Der neue Geheimtipp

Die Consorsbank hat 2025 einen entscheidenden Schritt gemacht: Seit Oktober 2025 sind alle ETF-Sparpläne komplett gebührenfrei. Das war vorher der größte Schwachpunkt (1,50 Prozent pro Ausführung) – und katapultiert die Consorsbank jetzt in die erste Liga der Juniordepot-Anbieter.

Depotführung kostenlos, mehr als 1.500 ETF-Sparpläne ohne Gebühr, Mindestsparrate 10 Euro. Das angeschlossene Tagesgeldkonto bietet aktuell 3,40 Prozent Zinsen pro Jahr für Neukunden – das ist einer der höchsten Zinssätze am Markt. Als BNP-Paribas-Tochter bringt die Consorsbank zudem das Vertrauen einer etablierten europäischen Großbank mit.

Anders als Scalable und Trade Republic kannst Du hier auch mit einem Elternteil-Konto ein Juniordepot eröffnen, was für viele Familien flexibler ist. Die Depoteröffnung erfolgt komplett online.

Stärken Consorsbank: Mindestsparrate 10 Euro · über 1.500 kostenlose ETF-Sparpläne · 3,40 Prozent Zinsen auf Tagesgeld · etablierte Bank mit deutschem Kundenservice · nur ein Elternteil muss Kunde sein. Für wen geeignet: Familien, die eine traditionelle Bank bevorzugen, aber auf moderne Konditionen nicht verzichten wollen.

4. ING Direkt-Depot Junior – Die Vertrauens-Option

Die ING ist mit über neun Millionen Kunden die größte deutsche Direktbank und seit Jahren Marktführer im Bereich Direktbanking. Das Direkt-Depot Junior überzeugt durch ein gebührenfreies Depot, eine riesige Auswahl von über 2.000 sparplanfähigen Wertpapieren und eine Mindestsparrate von nur einem Euro.

Ein besonderer Vorteil ist der telefonische Kundenservice, der bei komplexeren Fragen rund um Steuerthemen, Nichtveranlagungsbescheinigung oder Sonderfälle eine echte Stärke ist – hier schlägt die ING alle Neobroker deutlich. Zusätzlich gibt es ein automatisch eröffnetes Extra-Konto Junior als Verrechnungskonto, das zeitweise attraktive Zinsen bietet (aktuell 2,75 Prozent für Neukunden in den ersten vier Monaten).

Die ING ist vor allem bei Eltern über 35 beliebt, die Wert auf „echte Bank“ legen und eher konservativ sparen wollen.

Stärken ING: Mindestsparrate ab 1 Euro · über 2.000 sparplanfähige Wertpapiere · starker telefonischer Kundenservice · 2,75 Prozent Einstiegszinsen auf Extra-Konto Junior · sehr solide etablierte Bank. Für wen geeignet: Familien, die Wert auf persönliche Beratung, solide Tradition und telefonischen Support legen.

5. comdirect JuniorDepot – Der solide Klassiker

Die comdirect als Marke der Commerzbank ist einer der ältesten Online-Broker Deutschlands und bietet mit dem JuniorDepot eine bewährte Lösung. Die Depotführung ist kostenlos, solange Du einen Sparplan aktiv hast oder mindestens einen Trade pro Quartal ausführst. Die ETF-Sparplan-Gebühren liegen bei 1,5 Prozent pro Ausführung, allerdings stehen 553 der über 2.100 sparplanfähigen ETFs dauerhaft ohne Ordergebühr zur Verfügung.

Mit der neuen App-Version 2025 hat comdirect technisch kräftig aufgeholt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Stabilität der Handelssysteme – gerade in volatilen Marktphasen ein Pluspunkt, der bei kleineren Neobrokern nicht immer garantiert ist.

Stärken comdirect: Mindestsparrate 25 Euro · 553 kostenlose ETF-Sparpläne · hohe System-Stabilität · Commerzbank-Backing · persönlicher Service in Commerzbank-Filialen möglich. Für wen geeignet: Familien, die ein etabliertes Bankhaus bevorzugen und auch in größeren Summen und mit Einmalanlagen arbeiten wollen.

6. Finanzen.net Zero Kinderdepot – Die preisaggressive Variante

Finanzen.net Zero ist der Broker des Finanzportals Finanzen.net und setzt konsequent auf Kostenführerschaft. Das Kinderdepot ist komplett gebührenfrei: keine Depotkosten, keine Sparplanausführungsgebühren, über 1.700 kostenlos besparbare ETFs und knapp 8.000 sparplanfähige Aktien. Die Mindestsparrate liegt bei einem Euro.

Die Depoteröffnung ist eine der einfachsten am Markt: Ein digitaler Scan der Geburtsurkunde reicht, kein Postversand nötig. Wie bei Scalable und Trade Republic müssen beide Elternteile ein eigenes Depot führen, was für manche Familien eine Hürde sein kann.

Zu beachten ist, dass Finanzen.net Zero noch ein relativ junger Anbieter ist (seit 2021 am Markt) und zur Baader-Bank-Gruppe gehört. Die Plattform ist solide, hat aber nicht die jahrzehntelange Historie der etablierten Banken.

Stärken Finanzen.net Zero: Mindestsparrate ab 1 Euro · alle ETF- und Aktiensparpläne kostenlos · extrem schnelle digitale Eröffnung · tiefe Integration mit Finanzen.net-Portal · Baader-Bank im Hintergrund. Für wen geeignet: Preisbewusste Familien, die aggressive Konditionen einer etablierten Geschichte vorziehen.

Was macht ein gutes Juniordepot für die Frühstart-Rente aus?

Wenn Du heute schon startest und später in die Frühstart-Rente migrieren willst, solltest Du bei der Auswahl des Juniordepots auf vier Kriterien besonders achten.

Kostenlose ETF-Sparpläne sind Pflicht. Bei monatlich 30 Euro Sparrate und 1,5 Prozent Ausführungsgebühr zahlst Du über 18 Jahre rund 97 Euro Gebühren, die direkt Deine Rendite fressen. Alle sechs hier empfohlenen Anbieter bieten gebührenfreie ETF-Sparpläne – nutze diese Option konsequent.

Breite ETF-Auswahl, vor allem bei Welt-Indizes. Für ein Kinderdepot ist der MSCI World oder FTSE All-World der Standard. Beide Indizes streuen über tausende Aktien weltweit und haben in den letzten Jahrzehnten durchschnittliche Renditen von 6 bis 8 Prozent pro Jahr erzielt. Achte darauf, dass Dein Anbieter diese ETFs sparplanfähig und ohne Ordergebühr anbietet.

Niedrige Mindestsparraten bieten Flexibilität. Bei Anbietern mit einem Euro Mindestsparrate können auch Großeltern, Paten oder andere Verwandte unkompliziert kleinere Beträge einzahlen. Geburtstagsgeld vom Onkel, Weihnachtsgeld von Oma – alles lässt sich im Depot akkumulieren und arbeitet für die Altersvorsorge Deines Kindes.

Einfache Übertragbarkeit zur Frühstart-Rente. Das Eckpunktepapier der Bundesregierung sieht einen kostengünstigen Anbieterwechsel ausdrücklich vor. Trotzdem lohnt es sich, bereits jetzt einen Anbieter zu wählen, bei dem später wahrscheinlich auch ein zertifiziertes Frühstart-Rente-Depot angeboten wird. Alle sechs hier vorgestellten Anbieter haben Bankenlizenz und werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu den Erstanbietern der Frühstart-Rente gehören.

Die wahren Kosten eines Juniordepots – was Du wirklich zahlst

Viele Vergleiche fokussieren auf die Depotgebühren, aber die eigentlichen Kosten liegen woanders. Es gibt drei Kostenarten, die Du im Blick haben solltest.

Die laufenden Fondskosten (TER) fallen bei jedem ETF an und liegen bei breiten Welt-ETFs zwischen 0,07 und 0,22 Prozent pro Jahr. Diese Kosten sind keine Gebühr des Brokers, sondern vom Fondsanbieter – sie werden automatisch vom Fondsvermögen abgezogen. Bei einem Portfolio von 30.000 Euro und einer TER von 0,2 Prozent sind das 60 Euro pro Jahr. Anbieter wie Trade Republic (Kindergeld) oder Scalable Capital (Pocket Money) erstatten diese Kosten bei ausgewählten ETFs komplett – das ist ein echter Rendite-Vorteil.

Die Spreads sind die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs am Handelsplatz. Bei liquiden Welt-ETFs wie dem iShares Core MSCI World sind sie oft unter 0,05 Prozent, können aber bei weniger gehandelten ETFs höher ausfallen. Wer über große Handelsplätze wie Xetra handelt, hat in der Regel die geringsten Spreads.

Die Sparplangebühren sind der Teil, bei dem Du als Kunde direkt sparen kannst. Während Anbieter wie die Consorsbank (seit Oktober 2025) oder Trade Republic komplett auf Sparplangebühren verzichten, berechnen andere 1,5 Prozent pro Ausführung. Bei 30 Euro monatlicher Rate sind das 45 Cent pro Ausführung oder 5,40 Euro im Jahr – klingt wenig, summiert sich aber über 18 Jahre auf fast 100 Euro, die Deinem Kind entgehen.

Welche ETFs sind für die Frühstart-Rente geeignet?

Der Anlagehorizont einer Frühstart-Rente ist einzigartig: Zwischen dem sechsten Lebensjahr Deines Kindes und dem Renteneintritt liegen etwa 60 Jahre. Das ist ein Traum-Szenario für den Zinseszinseffekt und erlaubt eine aggressive, aktienorientierte Anlage. Schwankungen am Aktienmarkt – selbst größere Crashs – werden über 60 Jahre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeglichen.

Empfehlenswert sind breit gestreute Welt-ETFs auf Indizes wie den MSCI World (rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern), den FTSE All-World (rund 4.100 Aktien aus 49 Ländern inklusive Schwellenländern) oder den MSCI ACWI (rund 2.500 Unternehmen weltweit). Die Total Expense Ratio (TER) sollte unter 0,25 Prozent liegen, das Fondsvolumen über 500 Millionen Euro – das sorgt für Stabilität und geringes Auflösungsrisiko.

Konkrete empfehlenswerte ETFs sind der iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983), der Vanguard FTSE All-World (ISIN: IE00BK5BQT80) und der Xtrackers MSCI World (ISIN: IE00BJ0KDQ92). Alle drei sind bei allen hier vorgestellten Depotanbietern kostenlos besparbar.

Wie viel kann Dein Kind wirklich ansparen? Drei Rechenbeispiele

Szenario Minimal – nur die staatliche Förderung: Wenn Du Dein Kind nur vom 6. bis 18. Lebensjahr mit der staatlichen Prämie von 10 Euro pro Monat förderst und danach das Depot bis zum Rentenalter unangetastet weiterlaufen lässt, ergibt sich bei 6 Prozent durchschnittlicher Rendite ein Endkapital von rund 30.000 Euro. Eingezahlt wurden 1.440 Euro vom Staat – der Rest ist reiner Zinseszins.

Szenario Solide – Eltern verdoppeln den Beitrag: Verdoppelst Du die staatlichen 10 Euro um weitere 20 Euro aus eigener Tasche (also 30 Euro monatlich von Jahr 6 bis 18) und besparst das Depot ab 18 mit 50 Euro monatlich bis zur Rente weiter, kommst Du auf ein Endkapital von etwa 280.000 Euro. Das ist die Strategie, die für die breite Mittelschicht empfohlen wird – finanziell tragbar und mit sehr komfortablem Ergebnis.

Szenario Ambitioniert – langfristiger Vermögensaufbau: Bei 100 Euro monatlicher elterlicher Einzahlung ab Jahr 6 (zusammen mit der staatlichen Förderung also 110 Euro) und 150 Euro eigener Einzahlung ab 18 erreicht Dein Kind bis zum 67. Lebensjahr ein Depotvolumen von rund 850.000 Euro. Mehrere Zehntausend Euro davon stammen allein aus der zusätzlichen Zeit, die durch den frühen Start gewonnen wurde.

Alle drei Rechnungen basieren auf einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent pro Jahr nach Kosten, orientiert an der historischen Rendite des MSCI World über lange Zeiträume. Historische Renditen sind keine Garantie für zukünftige Erträge.

So startest Du in drei Schritten

Schritt 1 – Anbieter auswählen. Treffe Deine Wahl basierend auf Deinen Prioritäten: Suchst Du maximale App-Experience? Dann Trade Republic oder Scalable. Brauchst Du telefonischen Service? Dann ING oder Consorsbank. Bevorzugst Du etablierte Traditionsbanken? Dann comdirect oder Consorsbank. Willst Du die niedrigsten Kosten? Dann Finanzen.net Zero oder Scalable.

Schritt 2 – Depot eröffnen. Halte die Geburtsurkunde Deines Kindes bereit, ebenso die Steuer-ID beider Elternteile und Deines Kindes. Die Eröffnung dauert bei allen sechs Anbietern zwischen 10 und 30 Minuten und erfolgt vollständig digital. Post- oder Video-Ident kann erforderlich sein.

Schritt 3 – Sparplan einrichten. Wähle einen breit gestreuten Welt-ETF (MSCI World oder FTSE All-World) und lege eine monatliche Sparrate fest. Lieber klein anfangen und später erhöhen als gar nicht beginnen. Auch 25 Euro pro Monat ergeben über 60 Jahre bei 6 Prozent Rendite rund 280.000 Euro.

Häufige Fragen zu Juniordepots und Frühstart-Rente

Kann ich später zur offiziellen Frühstart-Rente wechseln? Ja. Das Eckpunktepapier der Bundesregierung vom 17. Dezember 2025 sieht ausdrücklich einen kostengünstigen Anbieterwechsel vor. Das bereits angesparte Kapital kann voraussichtlich problemlos in ein offizielles Frühstart-Rente-Depot übertragen werden, sobald diese Produkte 2027 verfügbar sind.

Wem gehört das Depot rechtlich? Das Juniordepot läuft auf den Namen Deines Kindes – es ist rechtlich Eigentum des Kindes. Bis zum 18. Geburtstag verwaltest Du als Erziehungsberechtigter das Depot, danach erhält Dein Kind die volle Verfügungsgewalt.

Welche Steuern fallen an? Solange die Kapitalerträge Deines Kindes unter dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr bleiben, fallen keine Steuern an. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt kann den steuerfreien Rahmen sogar auf mehrere tausend Euro erweitern.

Können auch Großeltern einzahlen? Ja – und das ist einer der großen Vorteile eines Juniordepots. Jeder kann auf das zugehörige Verrechnungskonto überweisen. Gerade zu Geburtstagen, Weihnachten oder der Einschulung sind solche Geldgeschenke eine wunderbare Ergänzung zur Altersvorsorge.

Was ist, wenn ich kein Depot eröffne und auf die Frühstart-Rente warte? Dann greift eine staatliche Auffanglösung, die die 10 Euro monatlich kollektiv verwaltet. Nachteil: Du verschenkst Jahre mit Zinseszinseffekt und hast keine Kontrolle über die Anlageform. Außerdem können Eltern, Großeltern und andere nicht zusätzlich einzahlen.

Fazit: Der frühe Start zahlt sich aus

Die Frühstart-Rente ist eine großartige staatliche Initiative, die vielen Kindern in Deutschland den Weg zu einer besseren Altersvorsorge ebnen wird. Aber sie ist nur der Startschuss – nicht die Komplettlösung. Familien, die darauf warten, bis die offiziellen Depots 2027 verfügbar sind, verschenken wertvolle Jahre des Zinseszinseffekts.

Unsere klare Empfehlung: Eröffne heute ein Juniordepot bei einem der sechs vorgestellten Top-Anbieter und starte mit einem breit gestreuten Welt-ETF-Sparplan. Selbst 30 Euro pro Monat können über Jahrzehnte ein Vermögen aufbauen. Sobald die offizielle Frühstart-Rente 2027 startet, wechselst Du entweder zu einem zertifizierten Depot oder bleibst bei Deinem bestehenden Juniordepot, wenn es entsprechend zertifiziert wird.

Für die meisten Familien führen Scalable Capital und Trade Republic bei der reinen App-Nutzung die Liste an, während Consorsbank und ING mit solider Bank-Tradition und starkem Service punkten. Die beste Wahl ist die, mit der Du wirklich langfristig sparst – denn der schlechteste ETF-Sparplan ist der, der nie gestartet wurde.

Hinweis: Stand April 2026. Konditionen können sich ändern – aktuelle Angaben findest Du direkt beim Anbieter. Dieses Portal ist ein unabhängiges Vergleichsangebot und steht in keiner Verbindung zur Bundesregierung oder dem Bundesfinanzministerium. Keine Anlageberatung, keine Steuerberatung.