Frühstart-Rente-Rechner: So findest Du heraus, wie viel am Ende wirklich rauskommt
Mit nur drei Eingaben kannst Du in unserem Rechner abschätzen, was aus den staatlichen 10 € pro Monat plus eigenen Einzahlungen bis zur Rente Deines Kindes wird.
Auf einen Blick: Der Frühstart-Rente-Rechner berechnet das voraussichtliche Endkapital aus staatlicher Förderung (10 €/Monat), eigenen Einzahlungen und einer realistischen Marktrendite. Schon kleine Veränderungen bei Sparrate oder Startalter haben über Jahrzehnte enorme Effekte – genau das macht der Rechner sichtbar.
„Das lohnt sich doch nie!“ – diesen Satz hört man häufig, wenn es um die Frühstart-Rente geht. 10 € pro Monat, das klingt erst einmal nicht nach viel. Genau hier liegt der Denkfehler. Über 60 Jahre Anlagehorizont – vom 6. Lebensjahr eines Kindes bis zur Rente – wird daraus ein erstaunlich großer Betrag. Unser Rechner zeigt das mit wenigen Klicks.
Wie der Rechner funktioniert
Du gibst drei Werte ein: das aktuelle Alter Deines Kindes, einen optionalen eigenen Sparbetrag pro Monat und eine erwartete jährliche Rendite. Der Rechner kombiniert diese mit der staatlichen Förderung von 10 €/Monat zwischen 6 und 18 Jahren und projiziert das Kapital bis zum Renteneintritt. Du siehst sofort: das Endkapital, die Summe Deiner eigenen Einzahlungen, die staatliche Förderung – und vor allem den großen Block, der durch den Zinseszins entsteht.
Das Schöne dabei: Du musst keine komplizierten Formeln verstehen. Du verschiebst die Regler – und siehst in Echtzeit, wie sich kleine Veränderungen auf das Ergebnis auswirken.
Welche Rendite ist realistisch?
Historisch hat ein breit gestreuter Welt-Aktienindex über sehr lange Zeiträume rund 6 bis 8 % pro Jahr abgeworfen – nominal, also vor Inflation. Konservativ sollte man im Rechner mit 5 bis 6 % rechnen, das gibt eine realistische Bandbreite. Wer 8 % oder mehr ansetzt, plant zu optimistisch. Wer mit 3 % rechnet, ignoriert die langfristige Geschichte des Aktienmarkts.
Wichtig: Alle Rechnerergebnisse sind Beispielrechnungen, keine garantierten Werte. Renditen am Aktienmarkt schwanken – manchmal stark. Über 30, 40 oder 50 Jahre gleichen sich diese Schwankungen jedoch in der Regel deutlich aus.
Warum kleine Beträge so viel bewirken
Ein einfaches Beispiel: 10 € pro Monat, eingezahlt von 6 bis 18 Jahren, danach unangetastet bis 67 – bei 6 % Rendite landet man am Ende bei rund 25.000 bis 30.000 €. Aus 1.440 € realer Einzahlung. Erhöhst Du Deine eigene Sparrate auf zusätzlich 25 € pro Monat (also 35 € insgesamt), wachsen daraus über die volle Laufzeit schnell 80.000 bis 100.000 €. Das zeigt: Nicht der Betrag pro Monat ist entscheidend, sondern die Zeit, in der er arbeiten darf.
Drei typische Szenarien aus dem Rechner
Szenario 1 – Nur Förderung: 10 € Staat, 0 € Familie, Start mit 6, Rendite 6 %. Endkapital ca. 28.000 €. Szenario 2 – Förderung plus 25 € eigene Sparrate: zusätzliche 25 € pro Monat von 6 bis 18 Jahren. Endkapital ca. 95.000 €. Szenario 3 – Förderung plus 50 € eigene Sparrate über 18 Jahre: zusätzliche 50 € pro Monat. Endkapital ca. 165.000 € – und das nur aus rund 12.300 € realer Einzahlung.
So nutzt Du den Rechner am besten
Spiele zuerst mit Deinem Wunschbetrag und einer realistischen Rendite zwischen 5 und 6 %. Vergleiche dann, wie sich das Endkapital verändert, wenn Du ein Jahr früher startest oder die Sparrate um 10 € erhöhst. Das macht den Effekt der Zeit greifbar – und ist meistens überraschend groß. Genau dieser Effekt ist das eigentliche Kernargument der Frühstart-Rente.
Fazit
Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung – aber er macht den Hebel sichtbar, den Zeit am Kapitalmarkt entfaltet. Wer seine Werte ehrlich einsetzt, sieht in Sekunden, dass die Kombination aus staatlicher Förderung, eigener Disziplin und langer Laufzeit aus 10 € pro Monat tatsächlich ein bedeutendes Stück Altersvorsorge machen kann.