Einlagensicherung: Wie sicher ist mein Geld bei der Bank wirklich?
Welche Beträge gesetzlich geschützt sind und worauf Eltern bei der Wahl des Brokers achten sollten
Die Einlagensicherung ist ein gesetzlicher Schutzmechanismus, der Sparer vor dem Zahlungsausfall einer Bank schützt. In der gesamten Europäischen Union sind Bankeinlagen pro Kunde und pro Bank bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. In bestimmten Sonderfällen – etwa nach dem Verkauf einer Immobilie oder bei Lebensversicherungs-Auszahlungen – greift sogar ein erweiterter Schutz bis 500.000 Euro für sechs Monate.
Was ist genau geschützt?
Der gesetzliche Schutz umfasst alle klassischen Einlagen: Girokonten, Tagesgeld, Festgeld und Sparbücher. Auch das Verrechnungskonto eines Wertpapierdepots fällt darunter. Nicht abgesichert sind hingegen Inhaberschuldverschreibungen der Bank selbst sowie Aktien und Anleihen anderer Unternehmen – diese sind aber rechtlich Sondervermögen und gehören gar nicht zum Bankvermögen.
Wertpapiere im Depot sind im Insolvenzfall der Bank vollständig geschützt – sie gehören rechtlich dem Anleger, nicht der Bank.
Wertpapierdepots: Sondervermögen statt Einlage
Wer ETFs oder Aktien im Depot hält, muss sich um die 100.000-Euro-Grenze keine Sorgen machen. Wertpapiere werden bei einer separaten Verwahrstelle (meist Clearstream) für den Kunden gehalten und sind sogenanntes Sondervermögen. Geht die Bank pleite, werden die Wertpapiere einfach zu einer anderen Bank übertragen – ohne Verlust für den Anleger.
Freiwillige Einlagensicherung der Banken
Viele deutsche Banken sind zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken oder vergleichbarer Institutionen. Dieser sichert Einlagen weit über die gesetzlichen 100.000 Euro hinaus ab – bei manchen Banken bis zu mehreren Millionen Euro pro Kunde. Genaue Beträge findest du auf der Webseite jeder Bank.
Worauf Eltern beim Juniordepot achten sollten
Wähle einen Broker mit Sitz in der EU oder im EWR – dann gilt der einheitliche europäische Schutz. Achte zusätzlich darauf, dass die Bank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds ist. Bei reinen Wertpapierdepots ist das weniger kritisch, beim Verrechnungskonto schon. Unser Vergleich zeigt für jeden gelisteten Anbieter die jeweilige Einlagensicherung im Detail.